Freitag, 28. September 2012
VIII : 2ND BIRTHDAY
Jawoll! Heute feiert Strawpinion sein 2-jähriges Bestehen!
Knapp über 11.000 Mal wurden meine 129 Beiträge in den letzten zwei Jahren aufgerufen - selbstverständlich hoffe ich, dass es noch lange so weiter geht und viele, viele Einträge über die Musik und die Games, die mich zum Lachen und Träumen anregen folgen.
Stay pinioned, es geht munter weiter!
StrawHat
(im Geburtstagsstroh)
Dienstag, 18. September 2012
2.52 DARKSIDERS II (PS3)
6.2/10.0
35 Game-Strawpinions später kümmern wir uns um das gehypte Sequel des vielversprechenden Franchises um die apokalyptischen Reiter und ihrem brutalen Egotrip auf der PS3. Zeitgleich mit den Begebenheiten im ersten Darksiders zieht Wars Bruder Death um die Häuser, und mit Häuser meine ich Dimensionen und Königreiche, und zwingt sowohl den Lebenden, als auch den Toten, seinen Willen auf - Wars Unschuld im ... Zusammenhang .. mit ... und die Wiederauferstehung der Menschen, weil das ..
Ach, zur Hölle damit. Ich hab nur die Hälfte der Geschichte in Darksiders II verstanden, Deaths Reise ins Reich der Toten, zu seinen Feinden und Verbündeten mit der Aufmerksamkeit auf Halbmast verfolgt und vorallem die Verbindungen zum ersten Teil nur streckenweise überrissen. Fakt ist: Death hat einen ähnlich starken Geduldsfaden wie sein Bruder und eine ebenso zappelnde Hand an der Schlagwaffe. Untote Wesen aus aller Welt stellen sich ihm trotz dieser unvorteilhaften Vorhersage dennoch freiwillig in den Weg und stürzen sich in Scharen auf den von seinen Feinden teilweise definitiv zu unbeeindruckten Reiter. Hauptsächlich geht es in diesem Spiel also ziemlich heftig her. Hauptsächlich.
Niemand warnt einen jedoch vor den unerträglich öden Dungeons, die zwar durch die erwartungsgemäß düstere Atmosphäre, die so ein Game nunmal beherbergen muss, an Leben gewinnen, einen jedoch an den Rande der Langeweile schubsen.
Leider nehmen diese Underworlds den Großteil der (immerhin langen) Spielzeit ein, belohnen den Spieler mit immer stärkeren Schlagwaffen und einem schaffbaren Haufen an untotem Kanonenfutter, das man am Fließband zerhackt oder -knüppelt.
Richtig in Bedrängnis kommt man höchstens durch trügerische Attackenkombinationen der Bosse, was das Kleinvieh anbelangt, so wahrt Death jedoch stets die Form.
Ehrlich gesagt wirkt der Protagonist in seinen Handlungen sogar eine Spur zu souverän. Mit seiner herzerwärmenden Gute-Nacht-Geschichten-Stimme laufen die Gegner aus meiner Sicht eher Gefahr, seinem Charme zu verfallen, als vor seinen übermächtigen Kräften zu zittern.
Kräfte, die er meistens nur in Cutscenes von der Leine lässt - von seinem "Super-Death-Mode" mal abgesehen.
Die neuen RPG-Zugeständnisse, also Rüstungsupgrades, stärkere und schnellere Waffen und dergleichen, schieben den unspannenden Darksiders II-Alltag vor sich hin, werden spätestens ab einem gewissen Zeitpunkt - ungefähr wenn man Waffen erhält, die fünf Levels höher als das eigene sind und man sich nurmehr darauf konzentriert, endlich dazu zu kommen, sie einzusetzen - ziemlich öde. In Truhen findet man zu 95 % Müll, selbst die Händler besitzen nichts von beeindruckendem Wert.
Von diesem Sammelsurium an schwächelnden Nebensächlichkeiten gebeutelt, versucht man ab der Hälfte des Spiels, im Endeffekt, regelrecht sinnlose Quests zu erledigen, die restlichen (ebenfalls nachlassenden) Zusatz-Bosse ausfindig zu machen, und die Qual des Reisenden und all die viel zu ähnlichen Dungeons endlich hinter sich zu bringen.
Einzig der Soundtrack lässt einen nicht im Stich, fügt den überaus ansehnlichen Surroundings das gewisse Etwas hinzu und lässt euch, von der Story enttäuscht, wenigstens über all diese tollen Ideen der Designer staunen, die an diesem Spiel fast den besten Job machten.
Viel zu viel Lärm für so ein mittelmäßiges Spiel also, das man eigentlich nur probieren sollte, wenn man den Lauf der Story in Teil 1 genossen hat. Das Sequel ist leider ein gutes Stück schwächer und lässt lediglich auf Besserung in kommenden Werken hoffen.
StrawHat
(lässt sich vom Tod gern was vorlesen)
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LINKS:
DARKSIDERS II TRAILER: http://youtu.be/axlUQ7BGJBw
Donnerstag, 13. September 2012
1.4.2 Bloc Party - Four
5.1/10.0
Still war es um sie geworden. Schade eigentlich, denn Intimacy - trotz seiner starken klanglichen Entfernung von ihrem Debut - machte mir die letzten zwei Jahre enormen Spaß.
Trennungsgerüchte wurden nach diesen ruhigen Zeiten jedoch überlegt dementiert und Bloc Party begannen sich der stilistischen Neugründung ihres Quartetts zu widmen.
Four behandelt nun, was dabei herauskam. Ihr bis dato langweiligstes Werk.
Doch sind die erledigten Gruppen- und Einzelaufgaben mit schöneren Zierzeilen versehen, als beispielsweise die des 2012-Release von Linkin Park, ja es ist sogar ohne größere Enttäuschungen anhörbar.
Vorne weg glücklicherweise die Single Octopus, sowie die angenehmen Balladen (Real Talk, Day Four), die Ausdrucksstärke, altbeliebtes Kele-Gejaule und neben herausstechenden Gitarrenriffs selbstverständlich Matt Tongs herausragende Skills am Schlagzeug beherbergen. In die richtigen musikalischen Ebenen dividiert, schaukelt Four taktlos und erfrischend deorganisiert vor sich hin, beeindruckt unterm Strich aber so unglaublich wenig, dass man sich nach der Scheibe förmlich anderen Dingen zuwenden muss, um dem akustischen Tag noch Sinn zu verleihen.
Bloc Party arbeitete vielleicht nicht um den Punkt ihres Comebacks herum, doch als einschlagend, wie sowas nunmal statt finden sollte, kann man ihr viertes Studioalbum tatsächlich nicht bezeichnen - dafür täuschen gelegentliche Perlen (V.A.L.I.S., We are not good people) einfach nicht ausreichend über so manch merkwürdige Launenkracher (3x3, Coliseum) hinweg.
Die vier Ringe auf dem Cover, die eine neu eingekehrte Einigkeit des Quartetts symbolisieren sollen, leuchten leider bloß für sich allein, zeugen von einzelnen Talenten und deutlichen Möglichkeiten, aber der fehlenden Faust in ihrem so ganz eigenen Stil. Der Faust, die ihr erstes Album zu so einem Erlebnis machte, die ungewohnten Klänge von ihrem zweiten Album so bestechend interessant gestaltete, und ihre dritte Scheibe so außerirdisch fremd klingen ließ. Klar klang alles anders, allerdings dadurch auch berauschend verbindend und mehr als teilweise: atemberaubend.
Mir fehlt diesmal die Leichtherzigkeit, und ich bezweifle, dass sie in den Reihen von Bloc Party wieder einkehren kann, nachdem sich die vier Kerle eine Zeit lang um ihren eigenen Kram kümmern konnten.
Mit durchsichtiger Studioarbeit beworfen zu werden, und in dieser Hinsicht haben sie auf Four wirklich ganze Katapulte aufgefahren, reicht mir bei dieser Band nicht. Meine Ohren gehören gefordert und beansprucht, und nicht mit Rocksongs wie sie jeder macht (Truth), schlichtweg pseudo-zufrieden gestellt.
Meine Deluxe-Version des Albums beinhaltet darüber hinaus noch die zu bequem dazu geschobenen Extrawerke Mean (das trotz leichter Namensgleichheit leider nicht mit dem gelungenen Song Lean von ihrer davor erschienen EP Four More konkurrieren kann) und Leaf Skeleton. Leider: Gähn, abermals.
Und die fehlende Wucht an beeindruckendem Material stellt der zurückkehrenden Band leider ein Bein und vermasselt die Show zu diesem lang erwarteten Comeback immens.
Ich bitte um den nächsten Versuch.
StrawHat
(No means no)
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LINKS:
OCTOPUS MUSIC VIDEO: http://www.tape.tv/vid/315201
FOUR WIKIPEDIA ARTIKEL: http://en.wikipedia.org/wiki/Four_%28Bloc_Party_album%29
Donnerstag, 6. September 2012
2.51 BACK TO THE FUTURE: THE GAME (PC)
6.7/10.0
Great Scott!
Diesmal steht eine längst überfällige Strawpinion für ein außerordentliches Spiel an, das ich in diesem Sommer förmlich verschlungen habe! Back to the Future: The Game gab sich unterm Strich Doc sei dank meinen Erwartungen entsprechend und mit nicht wenigen Kniffen und Überraschungen, die sich entsprechend an den großen Erfolg der Filmreihe anknüpfen lassen.
Die erweiterte Geschichte um Marty McFlys Verwicklungen mit dem aus den Fugen geratenen Zeitverlauf führt ihn sowohl solo, als auch in Begleitung seines guten Freundes Doc Brown, abermals an den Rand ihrer Existenz. Die in der Trilogie so fabelhaft dargestellte Atmosphäre von Hill Valley zieht einen auch in den fünf Episoden des Spiels unaufhörlich in ihren Bann, ganz gleich welches der unterschiedlichen Jahrzehnte gerade auf dem Plan steht, vollkommen irrelevant welche Ecke es zu erkunden gilt - man fühlt sich wohl in diesem Spiel und es wirkt richtig so.
Die Schwierigkeit der zu bearbeitenden zwischenmenschlichen Probleme ist schon nach kurzer Zeit offensichtlich gering gehalten, ein konstanter Fortschritt in der Story sollte bis auf Ausnahmen kein allzu großes Problem darstellen. Den Großeil der gespielten Zeit befindet man sich in ausführlichen Dialogen mit den zahlreichen originellen Charakteren, die sich sorglos in die heißgeliebte Welt von BTTF einfügen ohne Ungereimtheiten eine Chance zu lassen. Gelaber steht wörtlich an der Tagesordnung und ist trotz des durchaus toll geschriebenen Screenplays, fast der einzig wirkliche Nachteil, denn die klassischen Showdowns bereichern die Episoden erst gegen deren Ende und es verlangt in erster Linie nach Geduld und Aufmerksamkeit vom Spieler, der sich durch die Wand an Gesprächen durchboxen muss um etwas zu erreichen.
Der ähnliche Ablauf der Kapitel saugt ab und an stark an der Erwartungshaltung betreffend kommender Ereignisse und lediglich der perfektionierte Wort- und Insiderwitz schaukelt das Schätzchen behutsam aus, damit man auch wirklich nicht in Versuchung kommt, negative Kritik üben zu müssen. Als Point & Click-Adventure erledigt Back to the Future: The Game seine Aufgaben jedoch hauptsächlich gut und setzt oftmals Problemlösungen voraus, die nach Humor und Kreativität fragen.
Mit den zahlreichen gut durchdachten Erlebnissen in Vergangenheit und Zukunft, entwickelt man nach mehreren Stunden einen ähnlichen sprichwörtlichen Scheissdrauf, wie ihn der im Spiel befriedigend authentisch dargestellte Marty schon zuvor in den Filmen bewies. All diese persönlichen Verlangen nach mehr von dieser aberwitzigen und schlichtweg genialen Story zu erleben, werden in diesem Titel über und über zufrieden gestellt. Die ausgearbeitenden Persönlichkeiten, die in verschiedenen Zeitabschnitten so mitreißend portraitiert und gesprochen werden, die gefühlvollen, lächerlichen und spaßigen Momente auf Martys Reise zurück in die Zukunft, spielen sich faszinierend und süchtig machend. Nicht zuletzt die Interaktion mit dem wohl heißesten Oldtimer seit Autogedenken - dem DeLorean - erfüllt Kindheitswünsche und verbindet noch mehr mit diesem endlos guten Franchise, all seinen Hintergründen und -türchen, all seinen anfassbaren Persönlichkeiten und Schätzen.
Bitte zugreifen, wenn auch nur ansatzweise Freude mit der Film-Trilogie festzustellen war - den perfekt sitzenden Nachfolger bilden diese Episoden allemal. Nicht vorzustellen, wer sich mit diesem detaillierten Spaß aus dem Hause Telltale unzufrieden geben würde.
StrawHat
(that's a heavy)
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LINKS:
TRAILER: http://youtu.be/gxY6q2ipTBY
Montag, 3. September 2012
1.5.4 Linkin Park - Living Things
2.9/10.0
In these promises broken / deep below / each word gets lost in the echo pulsiert der erste Refrain im neuesten Linkin Park-Album seit fast zwei Jahren. Und in diesen ersten dreieinhalb Minuten Rockmusik macht die Scheibe sogar enorm Spaß. Man empfängt Konzentration, Willen und erledigte Hausaufgaben. Eine Überholspur, die jedoch ins Nichts führt - denn abgesehen von den durchsichtigen Ideen auf der ersten Hälfte von Living Things, wird man von der kalifornischen Konstellation bloß wieder hängen gelassen.
Sie sind endlich auf einer Schiene angekommen, auf der sie in die Zukunft tuckern können, ohne von falschen Erwartungen und Druck verfolgt zu werden, heißt es. Sie geben sich in bewerbenden Interviews bodenständig und selbstsicher - doch nichts davon spürt man auf dem wechselhaften Longplayer, der seit Ende Juni Audiobalken in Musikanlagen auf der ganzen Welt durch die Decke donnert. Krach konnten die Herren immerhin schon immer machen, doch sinnvoll war diese Selbstdarstellung nur alle paar Jahre.
Und so präsentiert sich auch die neueste Kollektion an Veröffentlichungen. Frech unoriginell und bemüht individuell. Sobald man damit fertig ist an seinen Lügen zu würgen, die Gier herunter zu schlucken und alleine in unserem Kummer dahin zu siechen (Lies Greed Misery, noch einer der besseren Songs), wünscht man sich das unerwartet existenzielle Konzeptalbum A Thousand Suns zurück, das allein durch seinen Nachfolger anfängt an Wert zuzulegen.
Burn it down wurde immerhin korrekt als Erfolgsträger kalkuliert und vorab als Single losgestoßen. Stellvertretend für den Rest des Albums, legt es die hörbare Richtung auf grundlegende Pros und relativ erkennbare Wurzeln der Band, die das Werk zumindest am Start in die richtige Bahn geworfen hat. Leider blättert die Farbe dieser fragilen Seifenkiste auf dem Weg durch dieses Album ab und man steht im Ziel vor den traurigen schwarz-weißen Überresten eines noch vor Monaten als bestes Werk der Gruppe angepriesenen Projektes.
Castle of Glass, Skin to Bone und das eingangs erwähnte Lost in the Echo sind erkennbare Schlüsselnummern auf der fünften Studioscheibe der alternden Formation. Viel mehr bleibt selbst einem eingefleischten Hörer und Kenner nicht übrig, und wenn man sich der ewig bejammerten Depression des Sextetts anschließt, könnte einem beim Anhören dieser weiteren verfehlten Möglichkeit zur ernst zu nehmenden musikalischen Expression fast Tränen in die Augen steigen.
Die Zeit vergeht schon schnell genug. Ich brauche nicht auch noch die nachlassende Qualität von Linkin Park dazu, mir dies unter die Nase zu halten.
StrawHat
(hat Vertrauen in eine ehemalige Lieblingsband verloren)
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TRACKS & HIGHLIGHTS:
01 Lost in the Echo
02 In my Remains
03 Burn it down
04 Lies Greed Misery
05 I'll be gone
06 Castle of Glass
07 Victimized
08 Roads untraveled
09 Skin to Bone
10 Until it breaks
11 Tinfoil
12 Powerless
LINKS:
WIKIPEDIA: http://en.wikipedia.org/wiki/Living_Things_%28Linkin_Park_album%29
BURN IT DOWN MUSIKVIDEO: http://www.tape.tv/vid/301451
Sonntag, 26. August 2012
1.26.3 Mando Diao - Ode to Ochrasy
7.4/10
Dem zweijährigen Rhythmus an Veröffentlichungen folgend, ließen die fünf Jungs 2006 die nächste bunte Rock'n'Roll-Blase platzen und überfluteten den glücklichen Hörer mit Texten über den niemals alltäglichen Touralltag, von einprägsamen Persönlichkeiten zwischen München (Killer Kaczynski) und Stockholm (Good Morning, Herr Horst) bis zum Besingen ihres ureigenen geistigen Rückzugsreiches Ochrasy, dem schließlich der Titel der Scheibe gewidmet wurde.
Mando Diao lag es zu diesem Zeitpunkt fern, die Bremse zu zücken oder den Blinker für eine Abbiegespur zu betätigen. Ode to Ochrasy knüpfte 2006 musikalisch an die starken Vorgänger an und überzeugt, eben nunmal wie gehabt, durch die flippige Spritzigkeit und innig begeisterungsfähige Textsicherheit, die Rockhörer heute, wie vor 50 Jahren, zum Tanz auffordern würde.
Warum sich auf dem dritten Longplayer der Schweden so viel Material finden lässt, das die Konzertgänger bis heute gespielt sehen wollen, erklärt sich in diesen Zeilen also selbst. Die Jungs bilden in meinen Augen eine talentierte und - darüber hinaus - authentische Formation, und man kann mit der Zeit von Ode to Ochrasy vom (bis dato) Höhepunkt dieser Bildnisses ausgehen.
Songs, in denen man jede Inspiration und durch Instrumente ausgedrückte Liebe zur musikalischen Produktivität anfassbar bewundern kann, führen zu Auftritten in großen Hallen, deren miteinhergehende Erlebnisse wiederum zu neuem Material werden. Musik findet in dieser Band ihren natürlichen Weg.
Wer sollte sich in dieser (zumindest nach außen) wundervollen Abstimmung mit Neuerfindung der Truppe abgeben? Wieso überhaupt neue Richtungen einschlagen wollen?
Mit dem nächsten Schritt im Jahr darauf, versuchten die Herren eine persönliche Hürde zu nehmen und die große Sprechblase von Dixgård und Norén umzuschreiben - ein Projekt, das, neben Teilerfolg, die Musiker wieder zurück auf eine deutlich begeisternde Schiene zurückhievte. Doch mehr dazu beim nächsten Mal.
Wer im Bezug auf Ode to Ochrasy und seinen Songs fürs Jahrtausend (Song for Aberdeen, Josephine) jetzt noch nicht geschnallt hat, dass ich hier einen möglichen Titelanwärter für die Strawards im Dezember behandle, der sollte schnell ins nächste Kaufhaus stürmen und diese großartigen Platten nachkaufen, die Mando Diao in diesem vergangenen Jahrzehnt aufs Weltgeschäft losgeschossen hat. Warum die Kerle in all den Jahren keine große Nummer in Amerika wurden, bereitet mir bald schlaflose Nächste.
StrawHat
(Ode to Mando Diao)
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TRACKLIST & HIGHLIGHTS:
01 Welcome home, Luc Robitaille
02 Killer Kaczynski
03 Long before Rock'n'Roll
04 The Wildfire (if it was true)
05 You don't understand me
06 Tony Zoulias (Lustful Life)
07 Amsterdam
08 TV & Me
09 Josephine
10 The new boy
11 Morning Paper Dirt
12 Good Morning, Herr Horst
13 Song for Aberdeen
14 Ochrasy
LINKS:
GOOD MORNING, HERR HORST MUSIKVIDEO: http://www.tape.tv/vid/9901
Montag, 13. August 2012
2.50 RAYMAN ORIGINS (PS3)
8.1/10.0
Bei einem derartig hübschen Spiel objektiv zu bleiben, vermag einem Reviewer selbst Monate danach einiges ab. Raymans überzeugende Niedlichkeit nahm sich bei mir traditionell sein Recht und gewann mein Herz schon im Titelbildschirm, die ersten Spielminuten (abermals wurde schnell auf CoOp umgestellt) waren bunt und lustig (so gesehen dem Franchise treu), die Steuerung recht übersichtlich gehalten.
Kommt Rayman Origins, das (von der neuen Geschichte einmal abgesehen) auf nichts anderes als seine zweidimensionalen Wurzeln zurück greift, tatsächlich so ungeschoren davon?
Größenteils ja.
Denn wie zu erwarten war, greift man mit dem Titel und all seinen Pros nicht ins Klo - zahlreiche unterhaltsame Stunden Jump'n'Run stehen da nur am Anfang der Liste. Nein, diese zirkulierende Reise über die feine Landkarte, mit all ihren ein- und ausladenden Welten, fesselt den fleißigen Spieler bis auf den letzten befreiten Electoon. Originelle Hindernisse, die von mies gelaunten Gegnern blockiert werden sind neben der oft verlangten Sprungpräzision fast schon das geringere Übel. Manche Drops wirken in ihrer Natur tatsächlich unvorsehbar garstig und mit unnachgiebiger Time Attack verbunden, in der nunmal - man kanns nicht oft genug predigen - jeder Sekundenbruchteil zählt, nur auf mehrere Anläufe hin schaffbar. Mit verbleibenden Extraleben und einem drohenden Game Over nimmt es Rayman Origins nicht allzu ernst - klar steht die eine oder andere Wiederholung der Stage an, doch dieser zeitlose Titel geht in weiser Voraussicht mit schwitzigen Fingern nicht hart ins Gericht.
Die Auswahl an Charakteren ist ordentlich. Haupt- und beliebte Nebenfiguren aus dem dazugehörigen Universum stehen zur Verfügung, auf die meiner Meinung unangenehm versexten NPC-Feen muss man verzichten. Und .. was war da noch? Achja: In diesem Zuge auch auf Abwechslung, denn das große Stück Charakterkuchen geht an gefühlte zweihundert Reskins der nicht unrechtmäßig beliebten Teensies. Ehrlich Leute, da wäre mehr drin gewesen!
Nur Meisterwerke punkten in jedem Fach, und trotz großspurigem Lob von allen Seiten, kann man dieses Spiel nicht zu diesen zählen. Was es jedoch (überraschend?) richtig stark hinbekommen hat, ist die sanfte, teilweise giftige und in jedem Fall äußerst unterhaltsame Begleitmusik.
Selbstverständlich misst sich Rayman in dem stark befahrenen Sidescroller-Genre mit den größten Größen und Vergleiche mit etwa modernen Mario Bros. fallen da recht einfach von der Zunge, doch betrachtet man die Soundtracks genau, könnte Raymans stimmungsvoller Hintergrundgesang leicht die Nase vorne haben. Warum sich das nicht besser verkauft als .. na sagen wir mal .. ein Twilight-Soundtack, bleibt mir wohl für immer ein Rätsel. Muss am Bekanntheitsgrad liegen.
Jedenfalls, wenn ihr von der neugierigen Sorte seid und nicht an das Spiel kommt, hört euch zumindest das eine oder andere Liedchen auf YouTube an, kapiert?!
Packende Bosskämpfe, freispielbare Boni und eine gigantisch gute Nebenarc gegen Ende des Spiels - in der ihr Tempo und Daumenkraft, Nerven und gute Augen beweisen müsst, denn es geht in einem über mehrere Maps gestreckten Stressparcour in alle Himmelsrichtungen und Levelthemes - treiben meine Endwertung für Rayman Origins unverschämt aus dem Ärmel geschüttelt nach oben.
Das verflixt einfache Konzept hat mit CoOp (man kann sich sogar gegenseitig stilvoll eine reinhauen!) aufs richtige Pferd gesetzt - es macht unheimlich Spaß zu spielen, und das wird es auch nach Monaten und Jahren immer noch tun. Man will es nach dem letzten Abspann fast nicht mehr aus der Hand legen, denn das Wissen, dass es da draußen nur eine Hand voll eben so bunter und herzerwärmender Universen gibt, hat einen schnell wieder.
StrawHat
(hat fünfzig Spiele reviewt)
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LINKS:
RAYMAN ORIGINS GAMESCOM 2011 TRAILER: http://youtu.be/TxuRn_W-VhQ
SEA OF SERENDIPITY ~ THE LUM'S DREAM SONG: http://youtu.be/fm4CXA-YBiA
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